Auf Grundlage des 2012 in Kraft getretenen Flächennutzungsplans wurden bis ins Jahr 2019 für viele Ortschaften der Stadt Bornheim Bebauungspläne erstellt, die den gewachsenen ländlichen Strukturen angepasst sind. Mit Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern für den geförderten Wohnungsbau sowie mit seniorengerechten Wohnungen werden in den neuen Baugebieten in Zukunft Wohnungen für alle Altersgruppen und Einkommensschichten entstehen.

Für das Wohngebiet Sechtem 21 hat man vor 7 Jahren auf einer Fläche von 21 ha 195 Wohneinheiten (WE) geplant. In der Verwaltungsvorlage zur Offenlage ist nun von 325 WE die Rede. Mit dem Verweis auf eine verlässliche Stadtplanung und Politik haben die Fraktionen von CDU und SPD den Antrag der UWG/Forum auf Anhebung auf 250 WE abgelehnt. Auch zu einer Verkleinerung des Wohngebietes war man nicht bereit. Unverständlich ist, dass gerade die SPD, die in der Vergangenheit immer wieder auf den erhöhten Bedarf an preiswertem Wohnraum hingewiesen hat, damit den aktuell stetig steigenden Bedarf an preiswertem Wohnraum außer Acht gelassen hat. Es wird eine erneute Bürgerversammlung geben. Wie viele WE dann letztendlich geplant werden sollen, müssen letztendlich die Sechtemer Bürger entscheiden.

Immer häufiger wird von einigen Fraktionen auf die Ausuferung des Flächenbedarfs hingewiesen. Um dies zu unterbinden, sollen nach deren Vorstellung in Zukunft höhere Wohngebäude entstehen. Mit der Schließung von Baulücken sowie derVerdichtung der Ortskerne und der Sanierung von Altbauten kann man ebenfallszusätzlichen Wohnraum gewinnen und damit einer Ausuferung des Flächenbedarfs entgegenwirken. Das gilt auch für das Bauen in zweiter Reihe. Hierzu ist derzeit jedoch noch ein Umdenken der Verwaltung erforderlich.

Wohnungsbau in Bornheim – Sechtem21
Markiert in: