Verbundschule

Unsere Verbundschule in Uedorf wird wieder eigenständig. Nachdem der Bestand der Verbundschule durch die Gesetzgebung der vergangenen rot/grünen Landesregierung gefährdet war, wurde am 14.11.2014 ein Vertrag mit der Stadt Königswinter geschlossen und die dortige Drachenfelsschule zur Dependance der Uedorfer Verbundschule. Hierdurch konnte der Standort in Bornheim erhalten bleiben. Nachdem die Mindestgröße unter der neuen Landesregierung wieder gesenkt wurde und die Schülerzahlen stabil sind, wurden nun zum Ende des Jahres durch einen Aufhebungsvertrag beide Schulen wieder eigenständig. Dies ist vor allen Dingen für die Schulleitungen, Kollegien, aber auch für den ganzen Schulbetrieb eine wesentliche Erleichterung. Wir von UWG/Forum begrüßen, dass der Erhalt der Förderschule in Uedorf gesichert werden konnte. Dies ist ein wertvoller Baustein der Bornheimer Schullandschaft.

Grundschulen

Im Grundschulbereich konnten in den letzten Jahren diverse Schulen (z.B. in Hersel und Waldorf) grundsaniert werden. Weitere Standorte wie Bornheim oder Sechtem werden zurzeit  baulich ertüchtigt, damit sie den schulischen wie auch den Anforderungen des offenen Ganztages genügen. An den Standorten Walberberg und Roisdorf stehen noch umfangreichere Baumaßnahmen an.

Die Stadt Bornheim ist einer der wenigen Kommunen in NRW, die die Mittel aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ komplett für derartige Maßnahmen in Anspruch genommen hat. Aktuell wird die Infrastruktur für digitales Lernen an allen Bornheimer Schulen ertüchtigt. Zusammen mit den Mitteln aus dem Digitalpakt des Bundes erhoffen wir uns eine bessere Ausstattung der Schulen im Digitalbereich. Für die UWG/Forum ist es aber auch entscheidend, dass in diesem Bereich die Lehrerausbildung und die Betreuung der gesamten Infrastruktur und Hardware durch entsprechendes Personal gesichert werden. Hier sehen wir noch große Lücken. Denn was nützt eine gute Ausstattung der Schulen, wenn sie auf Grund fehlender oder mangelhafter Betreuung nicht eingesetzt werden kann.

Gymnasium

Unser Alexander von Humboldt Gymnasium geht wieder von G8 auf G9. Dies bedeutet natürlich neben einem geänderten Lehrplan auch eine andere Nutzung der Räumlichkeiten. Hier wird zurzeit geprüft, ob dies unter Umständen auch baulicher Veränderungen bedarf.

Europaschule

Der Europaschule stehen in den kommenden Jahren ebenfalls größere Baumaßnahmen ins Haus. So haben gerade eben in ihren Sitzungen der ASS sowie der Rat den Weg freigemacht für eine Erweiterung der Schule, sowie für einen Neubau der Dreifachturnhalle. Zum ersten Mal werden diese Maßnahmen durch einen Generalunternehmer zum Festpreis durchgeführt. Bei der Erweiterung der Schule handelt es sich um einen zusätzlichen Trakt mit einer Bruttofläche von ca.2500 qm, bei der Turnhalle sind es ca.2050 qm.

Die Fraktion der UWG/Forum erhofft sich durch die Vergabe an einen Generalunternehmer eine zügige und weitest gehende störungsfreie Umsetzung der Maßnahme. Zudem erhoffen wir uns, dass die Europaschule durch diese Erweiterung für die Anforderungen der Zukunft, wie z.B. Inklusion und Digitalisierung, gerüstet ist.

Neue Gesamtschule ersetzt Heinrich-Böll-Sekundarschule

Die größten Änderungen werden uns in den nächsten Jahren allerdings am Schulstandort Merten erwarten. Nachdem die Bezirksregierung die Genehmigung erteilt hat die Heinrich Böll Sekundarschule zum Schuljahr 2020/21 in eine vierzügige Gesamtschule mit einer zweizügigen Oberstufe umzuwandeln, steht hier der Bau einer komplett neuen Schule an. Die Fraktion von UWG/Forum hatte schon vor Jahren den Vorschlag gemacht die Sekundarschule an einem neuen Standort im Neubaugebiet Me 18 in der Nähe des Stadtbahnhaltepunktes Merten zu errichten. Leider wurde hier sehr viel Zeit vertan, weil der Bürgermeister eine für uns nicht nachvollziehbare Lösung verfolgte. Er wollte die Sekundarschule mitten im Ort belassen, und die Grundschule am Ortsrand ansiedeln. Jedoch hat sich hier nach langem, zähem Ringen die Vernunft durchgesetzt. Mit einer Ratsmehrheit aus  CDU/UWG/Forum und FDP wurde der neue Standort in der Nähe der Stadtbahnlinie 18 beschlossen. Wenn nun in den ersten Planungen eine Fläche von über 17000 qm für die neue Schule diskutiert wird, fragt man sich, wie hätte dies an dem jetzigen Standort mitten im Ort realisiert werden können.

Wenn alles optimal verläuft ist mit einem Baubeginn frühesten im Jahre 2022 zu rechnen. Es soll ein modernes, den heutigen Anforderungen entsprechendes Schulgebäude mit einer Dreifachturnhalle, welche auch für Vereine als Veranstaltungshalle zu nutzen ist, errichtet werden.

Wegfall Schülerspezialverkehr

Eine wichtige Änderung, die fast alle Schulen betrifft, ist eine Änderung, die zum Schuljahr 2019/20 umgesetzt werden konnte. Nach vielen vergeblichen Versuchen über etliche Jahre konnte der Schülerspezialverkehr abgeschafft werden. Stattdessen werden die Bornheimer Schüler, welche eine Berechtigung zur Beförderung zu ihrer Schule haben, nun mit dem öffentlichen Nahverkehr mit Bussen und Bahnen zu ihren Schulen befördert. Dies hat zu einem den Vorteil, dass insgesamt weniger Busse eingesetzt werden müssen, da die Schülerströme so besser zu steuern sind. Zum anderen hat es für die Schüler den großen Vorteil, dass sie sich an sieben Tagen der Woche im gesamten Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg bewegen können. Das heißt, sie können auch in ihrer Freizeit den öffentlichen Nahverkehr uneingeschränkt nutzen.

Schullandschaft in Bornheim steht vor Veränderungen
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